Flugplatz Schwarze Heide

Auszüge aus der Niederschrift der Ausschusssitzung Kreisentwicklung am 2. Juli 2013:

Kreiskämmerer Giesen berichtete, dass unter den Gesellschaftern der Flugplatzgesellschaft vereinbart worden sei, eine gemeinsame Sitzungsvorlage zu erstellen, die umfassend u. a. auf die wirtschaftliche Situation, den Stand der Bauleitsplanung, die Errichtung von Unterstellhallen sowie die Auskiesung eingehen werde. (…)

Kreistagsmitglied Kuster (VWG) gab bekannt, dass er hinsichtlich der angekündigten Machbarkeitsstudie „Magenschmerzen“ bekomme und befürchte, dass der Break-Even-Point mal wieder weiter nach hinten verschoben werden müsse. Er forderte ein „Ende des Schreckens“. (…)

>> Ausstieg aus Flugplatz Schwarze Heide <<

Die Rheinische Post Kreis Wesel berichtet am 27. Juli 2013 (Auszüge):

In Sachen Verkehrslandeplatz Schwarze Heide bei Hünxe waren die Grünen im Weseler Kreistag schon immer sehr skeptisch. Mittlerweile fordern sie offen den Ausstieg des Kreises aus der Gesellschaft. (…) Die VWG sind bekanntlich Schwarze-Heide-Kritiker, in CDU, SPD und FDP sind es Einzelne.
Anmerkung: Bereits im letzten Sitzung des Fachausschusses „Kreisentwicklung“ des Kreistages forderte VWG-Fraktionsvorsitzender Martin Kuster, aus der hohe Verluste bringenden Flugplatzgesellschaft schnellstmöglich auszusteigen. Es zeichnet sich deutlich ab, dass die Landebahnverlängerung – wie von der VWG vorhergesagt – ein Millionengrab ist, anstatt die erhoffte Trendwende zu bringen.
Weitere Infos über die Positionen der VWG zum Landeplatz Schwarze Heide:
https://archiv.vwg-kreistag-wesel.de/thema/flugplatz-schwarze-heide/

 

>> Am Flugplatz Kredit verspielt? <<

Die WAZ Bottrop berichtet am 18.05.2013  über nicht die nicht endenden finanziellen Belastungen für die Kommunen durch das Millionengrab „Landeplatz Schwarze Heide“ (Ausschnitte):

Die Flugplatzgesellschaft Schwarze Heide macht Jahr für Jahr große Verluste. Ihre Gesellschafterinnen helfen jedes Jahr mit Zuschüssen von insgesamt 280.000 Euro aus. (…)

Alles in allem weist der aktuelle Beteiligungsbericht der Stadt in den letzten fünf Jahren für die Flugplatzgesellschaft aber Jahr für Jahr Fehlbeträge um die 200.000 Euro aus. 2010 wuchsen die Verluste auf über 310.000 Euro an, 2011 betrug das Minus sogar 614.000 Euro.

Anmerkung: Die VWG-Kreistagsfraktion warnte immer wieder vor dem Millionengrab und stimmte neben den Grünen als einzige politische Gruppe im Kreistag gegen die unsinnige und überflüssige Landebahnverlängerung. Von den ursprünglich mal in Aussicht gestellten 1.000 neuen Arbeitsplätzen ist weit uns breit nichts zu sehen. Stattdessen werden Millionen Euro verpulvert, die an anderer Stelle für wirtschaftliche und soziale Entwicklung dringend benötigt würden. Es ist darum dringend ein Umsteuern geboten – notfalls die Aufgabe dieses Landeplatzes als Regionalflughafen und stattdessen die Rückbesinnung auf den Flug- und Segelsport. Ein Ende mit Schrecken ist immer noch besser als ein Schrecken ohne Ende!

Beiträge aus dem Archiv über unseren langjährigen politischen Widestand gegen das Millionengrab Schwarze Heide: hier klicken!

>> Noch ein Hindernis <<

Die WAZ Bottrop veröffentlichte am 20. April folgenden Kommentar von Norbert Jänecke zum Landeplatz Schwarze Heide, gegen dessen Landebahnverlängerung als Millionengrab sich die VWG mit hohem Engagement, aber leider erfolglos eingesetzt hatte (siehe vwg-kreistag-wesel.de/?s=schwarze+heide) :

„Einfacher wird es gewiss nicht werden, das Gewerbegebiet am Flugplatz Schwarze Heide erfolgreich an den Markt zu bringen. Selbstverständlich ist es hinderlich, dass dort demnächst eine Firma wieder Sand ausgraben darf.
Das ist nun wahrlich keine neue Erkenntnis. Schließlich hatte uach die Stadt dies lange so gesehen. Weshalb hätte sie sonst mit der Firma Euroquarz den befristeten Verzicht auf Auskiesung aushandeln sollen? Der Vertrag mit der Firma diente dazu, die Vermarktungschancen für das Terrain am Flugplatz zu verbessern. Das gab die Stadt ihren Kritikern ja schriftlich.
Die Auskiesung schadet indes nicht allein. Auch die Reservierung fürs flugaffine Gewerbe hat sich als Hindernis erwiesen. Es gibt in allen Ratsparteien Zweifel daran, dass Firmen aus der Flugzeugbranche sich für die Schwarze Heide interessieren. Daran dürfte auch die neue Vermarktungsstudie kaum etwas ändern.“

>> „Die Perle verliert ihren Glanz“ <<

Die NRZ Dinslaken berichtet am 27. März 2013 (Auszüge):

André Hümpel, Geschäftsführer Flugplatz Schwarze Heide, blickte in der Sitzung des Hünxer Rates im Februar diesen Jahres optimistisch nach vorn. Zu optimistisch, meint die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) (…).

Schon allein, dass André Hümpel in der Region fünf Millionen potenzielle Kunden sehe, überzeuge nicht. „Wenn er davon in den letzten Jahren nur 0,1 Prozent generiert hätte, würde der Verkehrsplatz vermutlich lange schwarze Zahlen schreiben“, so Heinz Lindekamp.

Auch die von Andre Hümpel angesprochenen 300 Reisemaschinen zwischen 2,1 und 5,7 Tonnen, die 2012 auf der Schwarzen Heide gelandet seien, seien zu hinterfragen, bei der Stationierung eines Flugzeuges dieser Klasse auf dem Flugplatz und, wie es in Hünxe zu beobachten sei, bei im Schnitt drei Starts und Landungen in der Woche.

Nach Ansicht der MIT werde zu wenig getan, um auf dem für „viele Millionen Euro“ ausgebauten Flugplatz zum Verkehrslandeplatz internationalen, gewerblichen Flugverkehr anzusiedeln.  (…)

Stutzig macht die MIT, dass jüngst „innerhalb des Flugplatzgeländes ein großes Areal gleich neben dem bestehenden Ausbaubetrieb eingezäunt und die letzte Einfahrt von der Landebahn zur Rollbahn und ein Stück weiter gleich das Ende der Rollbahn komplett abgesperrt wurde.“ Scheinbar soll auch auf dem Flugplatzgelände im Tagebau ausgekiest werden.  (…)

Eines steht derzeit jedenfalls für die MIT fest: „Die Perle verliert ihren Glanz.“

ANMERKUNG DER VWG-KREISTAGSFRAKTION:
Wir haben schon seit Jahren vehement darauf hingewiesen, dass der Ausbau des Flugplatzes eine finanzielle Katastrophe und ein Millionengrab werden wird. Die Erkenntnis der MIT als Flügel der CDU kommt leider zu spät…
Beiträge aus dem Archiv über unseren langjährigen politischen Widestand gegen das Millionengrab Schwarze Heide: hier klicken!